Albertina Museum Wien
Die Albertina in Wien gehört zu einer der bedeutendsten Grafiksammlungen der Welt. Hier ist auch das Gemälder „Der Feldhase“ von Albrecht Dürer ausgestellt. Daneben gibt auch immer wieder spektakuläre aktuelle Ausstellungen. Eine der permanenten Ausstellungen besteht aus der Sammlung Baltliner, wird von Monet bis Picasso genannt und beschäftigt sich mit dem Impressionismus und Fauvismus über den deutschen Expressionismus und das Bauhaus bis hin zur russischen Avantgarde. Das Werk Picassos bildet das Highlight dieser Ausstellung. Der Name der Sammlung und des Gebäudes geht auf den Stifter der Sammlung, Herzog Albert von Sachsen-Teschen (1738 bis 1822) zurück, der auch gleichzeitig ein Schwiegersohn von Maria Theresia (1717 bis 1780) war.
Das Stadtpalais hatte Kaiser Franz II. (1768 bis 1835) im Jahre 1744 erbauen lassen und er schenkte dies im Jahre 1794 dem Grafen Silva-Tarouca (1696 bis 1771). Herzog Albert wiederum ließ das Schloss von dem belgischen Architekten Louis de Montoyer (1747 bis 1811) um einen beeindruckenden Flügel mit Prunkräumen erweitern. Schon im Jahre 1822 wurden diese Prunkräume auf Dekret seines Adoptivsohns Erzherzog Carl (1771 bis 1847) diese Räume von Josef Kornhäusl (1772 bis 1860) neu gestaltet.
Die hochherrschaftlichen Fassaden des Palais gehen auf den Erzherzog Albrecht zurück. Im Jahre 1861 wurde die alte Stadtmauer abgerissen und das Palais präsentierte sich dann elf Meter über dem Straßenniveau. Vermutlich auch aus dieser Zeit stammt der Albrechtsbrunnen, der heute den Namen Danubiusbrunnen trägt. Im Jahre 1895 erbte der Neffe des Erzherzog Albrecht, der Erzherzog Friedrich (1856 bis 1936) das Stadtpalais und ließ einige zivilisatorische Errungenschaften, wie elektrisches Licht und eine Warmluftheizung einbauen.
Im Jahre 1919 enteignete die Republik Österreich im Rahmen der Abschaffung des Adels das Palais des Erzherzogs einschl. der in ihm befindlichen Kunstsammlung und benannte es in „Graphische Sammlung Albertina“ um.
Erst in den Jahren zwischen 2000 und 2003 wurden die Kriegssschäden so restauriert, dass die Fassaden des Palais wieder in ihrem ursprünglichen Aussehen erstrahlten. Die Prunkräume wurden ebenfalls originalgetreu restauriert und der stillgelegte Danubiusbrunnen wieder in Betrieb gesetzt. Der bekannte Architekt Hans Hollein überspannte dann den neu angelegten Eingangsbereich der Albertina mit einem 64 Meter langen Flugdach aus Titan. Dies schwebt nur seit 2004 über der Bastei und ist zum Wahrzeichen der Albertina geworden.
