Stephansdom Wien
Mit seinen 137 Meter hohen Südturm ist der Stephansdom, von den Wienern liebevoll Steffl genannt, das siebthöchste Kirchenbauwerk auf der ganzen Welt. Und selbstverständlich auch schon für viele Jahrhunderte das Wahrzeichen der Stadt Wien.
Die Spitze des Nordturms kann man ganz einfach mit einem Aufzug erreichen. Beim Südturm ist jedoch Treppensteigen angesagt. Aber die Anstrengung wird mit einer atemberaubenden Rundumsicht auf Wien belohnt.
Mit dem Bau des Steffl wurde schon im Jahre 1137 außerhalb der Stadtmauern begonnen. Er war zunächst nur eine kleine Kapelle, die im Jahre 1221 zu einer romanischen Basilika mit drei Schiffen ausgebaut wurde.
Der Grundstein für den Südturm legte Rudolf IV, der Stifter, im Jahr 1359. Diese Tat brachte ihm den schmeichelhaften Beinamen ein, ansonsten würde er wohl Rudolf der Betrüger genannt, da er das Privilegium minus unterschlug.
Im Jahr 1380 wurde das Singertor fertig und es gilt als Hauptbauwerk der Hochgotik in Wien. Der Bau des Nordturm begann 1450 und wurde 1511 eingestellt. Seit über 400 Jahren ist der Steffl nicht mehr verändert worden.
Sobald Sie den Stephansdom durch das Singertor betreten, sollten Sie sich nach links wendung. Dort entdecken Sie in der Kreuzkapelle das Grabmal des Prinzen Eugen und das Bischofstor. Aus der Kanzel schaut der Baumeister Puchsbaum, auch Fenstergucker genannt, aus dem Jahre 1514 entgegen. Wenn Sie wieder auf die linke Domseite wechseln, können am Fuße der Orgel den Zahnwehhergott entdecken. Danach können Sie den Lift im Nordturm nehmen und auf dessen Spitze fahren. Von hier aus haben Sie einen fantastischen Ausblick auf Wien und auch auf die größte Glocke in Österreich, die Pummerin. Selbstverständlich sollten Sie auch das bunte Dach des Steffls gebührend beachten.
